Unterschätzt 3: One Piece Mansion (PSX)
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Der Dritte der Teil unserer Serie schnippst wieder zurück zur PS One. Dort wurde Mitte 2001 - also schon lange nach Erscheinen der PlayStation 2 - noch ein Spiel für Sonys Erstling auf den Markt geworfen, dass an zeitfressendem simplen Spielprinzip seinesgleichen sucht, aber trotzdessen ein Geheimtipp blieb.
ONE PIECE MANSION
In welche Schublade ordnet man One Piece Mansion ein? Echtzeitstrategie dürfte passen. Der Titel lässt ja auch nur erahnen worum es geht: Als Spieler ist man der Großvermieter eines Hochhauses. Dieses nimmt den gesamten Bildschirm ein und besteht je Etage aus sechs Quadraten. Zu Beginn sind die ersten beiden Stockwerke mit sieben Mietern belegt. Ein Quadrat ist das Heim des Vermieters und der Rest sind Fahrstühle (die man aber im Spielverlauf nochmal umlegen kann).
Ziel des Spieles ist nun, sein Haus bestmöglich zu vermieten. Monatlich kommen neue Mietanfragen. Mieter bringen Geld, der Bau und Unterhalt einer Wohnung und der Fahrstühle kostet. Also Mieter rein. Bis jetzt einfach; aber da wären ja noch die verschiedenen Persönlichkeiten. Diese “strahlen” in jede Richtung aus ihrem Wohnquadrat positive oder negative Schwingungen, welche den Nachbar beeinflussen. So bringen beispielsweise Presslufthammer-benutzende Mieter selbstverständlich den Bewohner darunter zu Räson, der dadurch unzufrieden wird und auszieht. Die Miete fehlt somit und neuer Wohnraum für den Nachmieter kostet. Gut dagegen sind positive Schwingungen, die einen belästigten Mieter beruhigen.
Also liegt es nun an dem Spieler, solche Unstimmkeiten zu vermeiden und die Mieter so zu legen, dass sie niemanden stören oder gestört werden. Eine Aufgabe, die mit dem Emporschießen des Hauses auf über 20 Stockwerke zu einer echten Herausforderung heranwächst, denn zu den zahlenden Bewohnern kommen Mietnomaden, die leeren Wohnraum kapern (nicht zahlend natürlich) und die Nebenbewohner terrorisieren. Sei es mit Lärm, Brandstiftung oder Diebstahl.
Während sich Feuer und Diebstahl direkt mit dem Vermieter bekämpfen lassen (via Joypad wird die Spielfigur wie in Elevator-Action gsteuert und sorgt mit Trillerpfeife oder Wasserschlauch für Ordnung), ist es ungleich schwieriger, den Nomaden los zu werden. Belassen sollte man es nicht dabei, denn Brandstiftung und Diebstahl sorgen für Wegzug bis hin zu Riesenbränden, die weite Teile des Hauses in Schutt und Asche legen können.
Los wird man die Brut mit einfach Mitteln. Mieter mit negativen Schwingungen einfach um dessen Wohnung platzieren und nach einer Weile geht der Bösewicht von ganz alleine. Wer bei all den Unannehmlichkeiten einen kühlen Kopf bewahrt, kann es weit bringen, geht im Endless-Mode aber dennoch irgendwann vor die Hunde. Man wird einfach nicht mehr Herr der Sache.
Damit tun sich bei One Piece Mansion Parallelen zu Tetris auf. Mit dem Unterschied, dass das beliebte “Nur noch einmal” hier weitreichendere Konsequenzen nach sich zieht. Denn nach einer Runde “Wohnungsbau” steht man rätselnd vor seiner Uhr und fragt sich, wo denn die Zeit geblieben ist; es sei denn, man hat vorher das Pad wutschnaubend in die Ecke gepfeffert…