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Nintendos Streich: Super Mario Galaxy

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Ich habe kapituliert. Super Mario Galaxy für die Wii-Konsole ist jetzt in meinem Besitz. Ich war skeptisch; so viel Wind und Gewese um einen Spieltitel, der hochgelobt und mit feuchten Augen erwaretet nun sogar bestes Spiel aller Zeiten sein soll? Ich dachte, das wäre Tetris. Aber selbst von mir geschätzte Fachmagazine und Blogs lobten das Spiel weit über den grünen Klee hinaus.

Nun gut, ich hatte Lust auf was Neues und einen Einkaufsgutschein in der Tasche. Später dann vorm TV. Intro des Spieles folgen und ich verfluchte mich schon: Kindergartengame, Bonbon-Grafik und hanebüchene Story. Ächz. Naja, mal losspielen und spielen und spielen und spielen und yumm, drei Stunden waren vergangen.

Ich muss meine Meinung und anfängliche Skepsis gegenüber dieses Nintendo-Titels revidieren. Die Grafik und das Gewusel auf dem Bildschirm passen hunderprozentig zum Spiel, wirken ob ihrer Glätte wie aus einem Guss und sind für die Wii-Konsole beachtlich. Positiv: Keine Ladezeiten, keine Slowdowns, nette Grafikeffekte, präzise Kamerasteuerung und orchestrale Musik mit eingängigen Melodien, die nicht nerven. Die Steuerung ist schnell verinnerlicht und man kann sich den Spielewelten widmen. Und was soll ich sagen? 3D wird bei diesem Titel komplett ausgereizt!

Planeten, Kometen und Asteroiden in jeglichen Formen und Farben. Durch Bodenlöcher kann man zum anderen Teil des Planeten sehen, manche von innen erkunden und sich völlig von den Schwerkraftspielchen vereinnahmen lassen. Denn wenn sich die Gravitation auf den Kopf stellt, dreht sich der Bildschirm nicht immer mit, nein, er bleibt oft so. Ein völlig neues Spieleerlebnis, Mario kopfüber durch sich immer wechselnde Planeten und Konstrukte zu steuern. Und gerade in den Bonushäusern verliert man schnell den Überblick, wo denn nun eigentlich oben oder unten ist. Kleinere oft auch etwas knackigere Rätsel lassen einem die Rübe rauchen und der Ausruf “Ist ja einfach” am Anfang verstummt schnell, wenn Mario öfter, als einem lieb ist, seine Leben aushaucht.

Vieles ist beim Alten geblieben. Pilze, Schnappblumen, Röhren, Monster kennen wir ja seit Anfangszeiten. Neu sind jedoch die Sterne, die anfangs zuhauf auftauchen. Mit ihnen füttert man hungrige fette Sterne, beschießt damit Gegner oder erhält ab 50 Stück ein Leben. Einsammeln muss man sie nicht mühevoll mit der Mariofigur, sondern kann dies mit dem Pointer der Wii-Mote tun. Ideal.

Apropos Wii-Mote. Endlich mal ein Spiel, welches die neue Steuerung vernünftig nutzt. Steuerung von Mario mit Analogstick am Nunchuck, den Rest erledigen die Buttons an beiden Eingabegeräten. Bis auf die Wirbelattacke bleibt man von Rumgefuchtel erspart und das Nutzen des Pointers als Shooter-Fadenkreuz und Sternensammler trägt wesentlich zum Spielfluss bei.

Auch der Rest stimmt. Kein Zentimeter des Spieles gleicht dem anderen, überall findet man etwas Neues, das Level- oder besser Weltendesign überrascht immer wieder und es gibt öfters Spielemomente, bei dem man sich mit einem breiten Grinsen erwischt. Hier passt einfach alles. Find’ ich gut.


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