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Unsoziales Netzwerken

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Miese Sites im Netz gibt es viele, doch den größten Batzen dieser Spezies beherbergt die Web-2.0-Community und Social-Network-Seite MySpace. Denn dort kann man (einen eigenen Account vorausgesetzt) durch simple HTML-Befehle in den Eingabefeldern seinen eigenen Seitenbereich individuell gestalten. Man kann! Dass das keine Pflicht ist, vergessen viele und so kann man sich auf MySpace jedes bevorzugte Augenleiden einfangen.

Private Profile sind da federführend, aber doch eher auszuklammern, denn welcher 14 bis 20jährige möchte sich schon – verständlicherweise – mit einer ordentlichen (Farb)Gestaltung seiner Seite und Programmierung auseinandersetzen.

Aber da wären ja noch die Künstlerseiten.
Hier mag man meinen, dass es etwas differenzierter zur Sache geht, denn als Künstler will man sich doch schnell und professionell präsentieren. Doch Fehlanzeige. Schlimmer noch als bei den privaten Netzwerkecken wird hier umso mehr mit Codes, Farben und Fotos experimentiert, dass einem ganz schwindelig wird und der Browser oft schon bei zwei zeitgleich geöffneten Seiten in die Knie geht.

Manche Künstler, wie beispielsweise Fatboy Slim, erheben das schon zur Kunstform. Andere wissen nicht so recht und probieren auf Biegen und Brechen, das aktuelle Coverdesign zu integrieren. Man möchte meinen, dass riesige Hintergrundbilder der Vergangenheit angehören: Paul van Dyks Web-Gestalter belehrt uns eines Besseren.

Und dann sind ja noch die Kleinen. Die wollen auch mitspielen. Einer versucht doch tatsächlich alle verfügbaren Farben auf der Site unterzubringen und der nächste mit gewaltigem Hintergrundwirrwarr auf dicke Hose zu machen. Und spätestens jetzt zickt mein Browser ob des massiven Speicherbedarfs und ich höre lieber mal auf.

Ein Kommentar to “Unsoziales Netzwerken”


  1. Das stimmt. Myspace ist wirklich eine wahre Fundgrube für abgefahrene Gestaltung. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Entwickler von diesem riesigen Social Network sich nicht wirklich einen Kopf gemacht haben bei der Möglichkeit, eigene Layouts einzubinden. Der Quellcode ist wirklich ein Zumutung und wer lieber auf kostenlose Layoutdienstleister setzt, hat oft auch entsprechende Qualität die zum Himmel schreit. Also … selbst ist der Mann (die Frau) und wild drauf los probiert, so oftmals das Motto. Dann entstehn halt daraus oft gewollt oder eher aus Frust ungewollte Gestaltungen, die fst schon wieder schön sind.


Auch was zu sagen?